Empirische Untersuchung wann Bilder in Google Universal Search SERPs vorkommen | Performics

Empirische Untersuchung wann Bilder in Google Universal Search SERPs vorkommen

12. April 2012

Dieser Artikel stammt ursprünglich von andre.fm und wurde dort am 12.04.2009 veröffentlicht.

Rund um das Thema Bilder SEO habe ich seit der SEO Campixx noch zwei Themen die ich bloggen wollte und bisher noch nicht dazu kam.

SEO für und mit Bildern ist ja vor allem dann interessanter, wenn man nicht nur bei der Google Bildersuche gut rankt sondern wenn durch Universal Search die eigenen Bilder auch in die normalen SERPs „gespült“ werden. Um seine Bemühungen auf diese Potentiale zu fokussieren – die nicht gering sind – würde es Sinn machen zu versuchen rauszufinden, wann denn Bilder in den Google SERPs vorkommen.

Theorien

Es an unterschiedlichen Stellen im Netz folgende Theorien / Denkrichtungen zur Fragestellung die ich vorstellen wollte

  • Themenbezug – Durchaus denkbar ist, dass es bei bestimmten Themen Sinn macht, Bilder in den SERPs zu bringen und bei anderen weniger. Ich hatte irgendwo von Versuchen hierzu gelesen aber da hat man das Ganze meiner Ansicht nach von der falschen Seite aufgezäumt. Man hat ein Thema rausgepickt und dann unterschiedliche Keys daraus getestet und dann geschaut ob auch immer Bilder auftauchen. Die Versuche in dieser Richtung sind eher gescheitert obwohl das eigentlich eine sinnreiche Annahme ist.
  • Mengenrelationen – Die Idee wäre, dass Bilder dann in den Universal Search SERPs auftauchen wenn bestimmte Mengenrelationen gegeben sind z.B. Pro 1000 HTML (o.ä.) Seiten zum Thema X findet man 1 Bild und bei Thema Y sind 10 Bilder zu finden dann bekommt man beim Thema Y Bilder zu sehen und bei X nicht. Versuche in dieser Richtung sind auch gescheitert. Es konnte keine Regel / Regelmäßigkeit in dieser Richtung entdeckt werden.
  • Nutzung der Bildersuche – Die Idee hierbei ist, dass wenn bei bestimmten Begriffen die Google Bildersuche genutzt wird bei „normalen“ Suchen nach diesen Begriffen das Einblenden der Bilder Sinn machen würde. Pfiffige Idee aber schwer zu testen.
  • Trial & Error – Ich würde gerne auch noch eine eigene Theorie in den Ring werfen. Da das ganze Universal Search Thema noch sehr volatil und experimentell ist, könnte es doch gut sein, dass Google einfach hier und da versuchsweise Bilder in die Universal Search SERPs wirft und aufgrund von User Feedback in Form von z.B. Klickrate und Bouncerate entscheidet, was Sinn macht und was nicht.

Natürlich kann man die o.g. Theorien / Ansätze auch kombinieren.

Experiment

Hier nun mein kleiner Beitrag um ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu brigen. Ich wollte mich der o.g. Theorie mit dem Themenbezug nochmal neu und anders widmen. Betrachtet wurden die SERPs von einer Million Keywords. Daraus wurden die 500 Keywords mit dem meißten Traffic rausgefischt bei denen Bilder in den SERPs aufgetaucht sind. Ziel war es im nächsten Schritt möglichst viele Keywords in möglichst wenige Kategorien zu packen. Erstaunlicher Weise ließen sich 70% der Keywords in nur 16 Kategorien packen. (Die kategorisierbaren Keywords repräsentieren 65% des Traffics der betrachteten 500 Keys.) Die Daten wurden „natürlich“ freundlicher Weise von Johannes bereitgestellt.

Ergebnis

Am häufigsten kommen Bilder in Universal Search SERPs bei „Personen“ vor. Damit sind zum einzelne Menschen gemeint aber auch „abstrakte Personen“ wie Musik Bands. Dies erfasst schon ganze 20% der Bilder! Mit deutlichem Abstand (ca. 5% bis ca. 7% der Suchen bei denen Bilder in den SERPs vorkommen) folgen Begriffe aus den Bereichen Tiere, Medizin (oft Krankheiten), Orte und Pflanzen. Der nächste Block sind dann Begriffsbereiche mit weniger als 3% wie Auto, Events, Mobiltelefon, „Nackedeis“, Kleidung, Inneneinrichtung, Comic, Sport und Spiele. Der Rest der dann noch kommt ist kaum noch Signifikant.

Was kann man daraus sehen?
Nun: Es scheint tatsächlich Themen zu geben, bei denen Bilder häufiger in den SERPs vorkommen.

Konsequenz daraus für SEOs?
Wenn man ein Projekt betreibt, was in eine der oben genannten Begriffswelten rein fällt lohnt es sich wahrscheinlich deutlich mehr Mühe und Zeit in Bilder SEO zu stecken!

Tadaa! 🙂

Was haltet ihr von Ergebnis und Vorgehensweise?

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