Typisierung von Ankertexten im SEO

04. Jan 2K13 VON: Performics
Performics

Bei unseren Linkaudits und der Erarbeitung von Linkaufbaustrategien für Kunden unterscheiden wir bei der AKM3 acht verschiedene Typen von Links. Heute wollen wir unseren Ansatz zur Typisierung von Ankertexten mal der breiten Weböffentlichkeit vorstellen inklusive eines Anwendungsbeispiels und sind dann gespannt auf ergänzende Gedanken und Feedback.

Für unsere Typisierung unterschieden wir zunächst einmal in die Ankertext-Elemente a) Brand-Keyword, b) Money Keyword und c) Non-Money Keyword. Die Brand-Keywords sind sicher am einfachsten erklärt: Dabei handelt es sich um Ankertexte wie „Zalando“, „Parship“, „Immobilienscout24“ und so weiter. Nun zu den anderen beiden Typen von Ankertext-Elementen. Diese unterscheiden wir mit einer ganz einfachen Regel: Gibt es Adwords Anzeigen, wenn man das Keyword bei Google eingibt? Bei „Privatversicherung“ gibt es Anzeigen bis zum Abwinken – entsprechend ist es ein Money Keyword. Bei „hier“ oder „diese Website“ gibt es nie eine Anzeige – entsprechend ist es ein Non-Money Keyword.

Folgendermaßen spannen wir die Typisierung der Ankertexte entsprechend auf. In den Feldern findet ihr zur besseren Verständlichkeit jeweils ein Beispiel. Wir haben die Beispiele alle an einem Unternehmen angewandt.

Ankertexttypen

In der Tabelle seht ihr jeweils mit Beispielen sechs Typen von Ankertexten. Darüber hinaus gibt es noch zwei andere Arten – die „Dreier Kombi“ mit sowohl Money, als auch Non-Money und Brand Keywords sowie die URL-Ankertexte. Ein Beispiel für einen Ankertext mit der „Dreier Kombi“ wäre „dort bei Zalando Schuhe kaufen“.
Bei URL-Ankertexten sind – obwohl sie häufig genutzt werden – eher als Sonderfall zu verstehen. Daher müssen sie getrennt betrachtet und im Folgenden kurz erklärt werden.

URL-Ankertexte

Mit URL-Ankertexten ist beispielsweise so etwas wie „http://www.zalando.de“, „www.zalando.de“ oder „zalando.de“ gemeint. Bei URL-Ankertexten scheiden sich die Geister bezüglich vermuteter Wertung seitens Google seit März letzten Jahres. Seit dem hat Google (leider genau parallel zu Panda Änderungen / Verbesserungen beim Umgang mit Symbolen (Trennzeichen?) angekündigt, „Improvements to handling of symbols for indexing“. Sowohl bei uns firmenintern als auch in der ganzen Branche scheiden sich seitdem die Geister wie Google einen Ankertext wie „www.zalando.de“ interpretiert. Die einen sind sich sicher, dass Google diesen als ein einziges, zusammenhängendes Wort interpretieren wird. Andere glauben, dass Google die URL eher als drei Worte interpretiert, also so wie „www zalando de“. Das Ganze ist sicherlich weniger kritisch bei Unternehmen, die einen Markennamen haben, der keinem generischen Money-Keyword entspricht. Bei denen ist diese Frage eher intellektueller Sport. Das Thema ist aber dann kritisch, wenn das Unternehmen eine Keyworddomain hat, also fluege.de, fahrrad.de, finanzen.de oder windeln.de. Interpretiert man die URLs als „ein“ Wort, so würden diese eher den Brand-Ankertexten zugeordnet werden. Wenn die URLs aber als mehrere Worte gewertet werden, dann handelt es sich eher um eine Kombination aus Money und Non-Money Keyword. Es wird deutlich, dass man hier genau hinschauen und im Einzelnen eine Fallunterscheidung machen muss. Wir klammern daher im folgenden Beispiel für die Typisierung der Ankertexte die URL Links mal aus.

Offensichtliches SEO vs. wahrscheinliche Natürlichkeit beim Ankertext

Um die operative Brücke von dieser Typisierung der Ankertexte zur Bewertung existierender Links oder die Entwicklung Linkmarketingstrategie zu schlagen, muss man die verschiedenen Typen noch hinsichtlich ihrer Sichtweise durch Google einordnen. Hierzu ordnen wir die Ankertexttypen auf einem Kontinuum in vier Gruppen ein. Auf dem einen Ende befinden solche Ankertexte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Resultat von SEO-Bemühungen sind. Auf dem anderen Ende findet man die Ankertexte, die wahrscheinlich natürlich sind. Folgendermaßen ordnen wir die verschiedenen Arten von Ankertexten ein.

 

Jetzt zeigt es sich deutlich warum die Einordnung praktisch ist, oder? Wenn ein Wettbewerber oder gar Search Quality Mitarbeiter mal die Links unter die Lupe nehmen würde – was wäre wahrscheinlich OK und was wäre gefährdet, durch manuelle Abwertung oder von algorithmischen Neubewertungen erfasst zu werden? Wir glauben, dass man mit so einer systematischen Ausdifferenzierung verschiedener Fälle von Ankertexten viel genauer den Status Quo analysieren und Gefahren aufdecken kann und man auch den Idealfall, den man sich wünscht, gut definieren kann, oder?

Anmerkung: Die Grafik zur Einordnung der Ankertexte enthielt einen kleinen Fehler, welchen wir nun korrigiert haben. Vielen Dank an Hanns Kronenberg (Kommentar auf Facebook) und Henry Zeitler (Kommentar hier im Blog) für die Hinweise.

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