SEA-Alternativen zu Google AdWords

20. Feb 2K14 VON: Performics
Performics

Die Internet World Business (Ausgabe 4/14, 17.02.2014) informiert in ihrem Artikel über SEA-Alternativen zu Google AdWords. Dabei haben Maik und Jennifer Ratschläge und Besonderheiten zum Umgang mit Werbeanzeigen bei Bing eingebracht. Anlässlich des Beitrags wollen wir euch die wichtigsten SEA-Alternativen sowie deren Vor- und Nachteile zum Marktführer AdWords von Google vorstellen.

Zwar besitzt Google in Deutschland einen Marktanteil von ca. 90 Prozent, doch die 2009 gegründete Search Alliance von Yahoo, Bing, Facebook und Amazon holt auf. Insbesondere auf internationaler Ebene hat Bing beispielsweise einen höheren Marktanteil als in Deutschland und Nutzer, die man per Google Kampagnen nicht erreichen würde. So kann Bing in den Vereinigten Staaten mit einem Marktanteil von beachtlichen 30 Prozent aufwarten. Obendrein ist das Nutzerverhalten je nach Plattform unterschiedlich. Laut einer Yahoo-Studie von 2012 scheinen Kaufbereitschaft und durchschnittlicher Einkaufswert von Bing-Nutzern in manchen Branchen höher zu sein als die von Google-Usern. Diese Tatsache macht Bing natürlich für SEA-Kunden betroffener Segmente attraktiv.

Dazu bietet Bing zumeist die günstigeren Costs-per-Click (CPCs), die um 37 bis 77 Prozent geringer sind als bei AdWords. Das beruht auch darauf, dass – bedingt durch die geringere Nutzerzahl – weniger Advertiser auf diesen Plattformen aktiv und damit die Werbeplätze weniger heiß umkämpft sind. Die geringeren CPCs führen zu niedrigeren Kosten, die gemeinsam mit den auf Bing bisweilen höheren Einkaufswerten zu einer höheren Investitionsrentabilität führen. Darüber hinaus lassen sich bei Bing monatliche Budgets als zusätzliche Option festlegen, während dies bei AdWords nur auf täglicher Basis möglich ist.

Maik Metzen

“Im Gegensatz zu Bing spielt der Qualitätsfaktor bei Google eine entscheidende Rolle”

Maik Metzen, Geschäftsführer, AKM3 GmbH

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Hauptunterschied Qualitätsfaktor

Die größten Unterschiede zwischen Adwords und Bing liegen in der Ermittlung des Qualitätsfaktors und dessen Bedeutung. Bei Google spielt der Qualitätsfaktor, der sich aus Anzeigenerfahrung (CTR), Zielseitenrelevanz, Suchwort- sowie Anzeigen-Passgenauigkeit zusammensetzt, eine entscheidende Rolle, um den Anzeigenrang festzustellen. Damit versucht Google Webseitenbetreiber dazu zu bringen, den Nutzern qualitativ hochwertige Anzeigen und Zielseiten zu bieten. Durch den angezeigten Qualitätsfaktor erhalten Werbetreibende im Account eine Orientierung zur Relevanz der eingebuchten Keywords. Zusätzlich wartet AdWords mit der einfachen Verbindung von anderen Analyse- und Webseitentools wie Google Analytics sowie den Google Webmaster Tools auf.

Bei Bing hingegen stellt der Qualitätsfaktor die Bewertung der Suchwort-Performance aus Sicht von Bing selbst dar. Dieser wird erst nach der Anzeigeneinblendung sichtbar. Er dient damit als Orientierungshilfe zur Einschätzung der Keyword-Qualität – nicht nur hinsichtlich der Relevanz. Ein weiterer Vorteil von Bing liegt in der detaillierten Einsicht der Erfolgsrate der Kampagne auf den jeweiligen Such-Partner-Seiten. So können Werbetreibende erfolglose Anzeigen in einzelnen Partnernetzwerken abstellen oder ausschließlich auf einzelnen Partner-Such-Seiten werben.

Wir empfehlen deswegen sich je nach Kampagnenausrichtung nicht nur auf Google zu fixieren, sondern auch Bing Ads in Betracht zu ziehen. Vor allem bei internationalen SEA-Kampagnen können Unternehmen so wertvollen Traffic gewinnen. Am besten lassen sich Kampagnen per AdWords lancieren, die relativ einfach zu Bing Ads importiert und dort getestet werden können. Die Aufteilung des Budgets erfolgt dann je nach Erfolgsquote.

Bildnachweis: © niyazz – Fotolia.com

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