Die 10 größten Onpage-Fehler im E-Commerce | Performics

Die 10 größten Onpage-Fehler im E-Commerce

11. Dezember 2012

Die Zahl der Online-Shops hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Neben reinen Online-Unternehmen vertreiben mittlerweile auch viele Offline-Unternehmen ihre Produkte und Services online. Umso mehr Grund für uns, einige Online-Shops noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und so auf die gängigsten und schwersten Onpage-Fehler im E-Commerce hinzuweisen.

Im Folgenden haben wir – unserer Meinung nach – die 10 größten Onpage-Fehler im E-Commerce aufgelistet:

 

1. Keine einzigartigen Produktbeschreibungen

Einer der häufigsten Fehler im E-Commerce ist Duplicate Content von Produktbeschreibungen. Viele Shopbetreiber schaffen für ihre Produkte keinen eigenen Content, sondern verwenden die Beschreibungen des Herstellers. Dies führt dazu, dass ihre Produktseiten als Duplikate des Originals anerkannt werden, was sich negativ auf die Rankings auswirkt.

Duplicate Content Produktbeschreibung

2. Produkte sind unter mehreren URLs erreichbar

Nicht immer ist ein Produkt in einem Online-Shop nur einer Kategorie zuweisbar. Wird ein Produkt in mehreren Verzeichnissen eingebunden, kann es passieren, dass es unter unterschiedlichen URLs erreichbar ist.

Beispiel:

  • www.online-shop-xy.de/sportschuhe/produkt-xy
  • www.online-shop-xy.de/damenschuhe/produkt-xy
  • www.online-shop-xy.de/outdoorbekleidung/damen/produkt-xy

Dies hat nicht nur zur Folge, dass sich der Index einer Seite aufbläht, sondern es kann auch dazu führen, dass alle 3 URLs für das Produkt ranken und es somit zu einem Kannibalisierungs-Effekt kommt.

3. Verwendung von Parameter-URLs und Session IDs

Viele Online-Shops lassen gefilterte oder sortierte Produkte mittels Parameter-URLs ausgeben. Werden gefilterte/sortierte URLs nicht von der Indexierung ausgeschlossen, generieren sie Duplicate Content und blähen außerdem den Index einer Seite auf. Ein weiterer Nachteil von URLs mit Parametern ist, dass sie aufgrund ihrer Länge schlechter weiterreichbar sind als sprechende URLs. Gleiches gilt für URLs mit Session IDs.

Gerade in Zeiten von Social Media ist es deshalb besonders wichtig, sprechende URLs zu verwenden, da sie sich leichter verbreiten und teilen lassen als eine zeilenlange, unaussprechliche URL. Ein Zeilenumbruch kann zudem dazu führen, dass lange URLs abgeschnitten werden und der Link nicht funktioniert. User würden in diesem Fall bei Klick auf den Link eine Fehlermeldung erhalten. Sprechende URLs haben außerdem den Vorteil, dass sie bereits mit Keywords angereichert sind und der User direkt erkennt, welche Inhalte ihn auf der Seite erwarten.

4. Unzulängliche Keywordoptimierung

Ein weiterer gängiger Onpage-Fehler ist eine falsche bzw. nicht zielorientierte Keywordoptimierung. Dies kann zum einen bedeuten, dass eine Seite gar nicht auf ein bestimmtes Keyword optimiert wurde bzw. ein Keyword optimiert wird, dass kein oder nur geringes Suchvolumen aufweist. Die Folge einer nicht durchdachten Keywordoptimierung ist, dass die Seite zu nicht relevanten Keywords ranken würde. Parallel zum Suchvolumen eines Keywords sollte außerdem auch immer die Conversionstärke eines Keywords im Auge behalten werden.

5. Paginationsseiten im Index

Werden paginierte Seiten nicht von der Indexierung ausgeschlossen kann dies zu einem Duplicate Content-Problem führen. Zwar unterscheiden sich die paginierten Seiten anhand der Produkte, die auf den Seiten angezeigt werden, oftmals wird jedoch auf allen Seiten der identische Content eingebunden. Alle paginierten Seiten werden dadurch zum Duplikat der Standardversion. Um dies zu vermeiden, sollten paginierte Seiten entweder per NOINDEX von der Indexierung ausgeschlossen werden oder es muss sichergestellt sein, dass für jede Seite einzigartiger Content geschaffen wird.

6. Schlechte interne Verlinkung

Eine schlechte interne Verlinkung führt dazu, dass der Google Bot nicht alle Seiten eines Webangebots erfasst. Relevante Unterseiten können dadurch bei der Indexierung außen vor bleiben und in den Suchergebnissen nicht auffindbar sein (sollten sie nicht durch externe Backlinks verlinkt sein). Auch eine unstrukturierte oder zu tiefe Seitenarchitektur kann dazu führen, dass der Google Bot nicht alle Unterseiten eines Webangebots crawlt. Wichtige Inhalte sollten daher nicht in zu tiefen Ebenen liegen und intern prominent verlinkt werden.

7. Fehlende visuelle Anreize

Viele Webmaster machen den Fehler, gar keine oder nicht ausreichend optimierte Bilder auf ihrer Seite einzubinden. Bilder bieten sowohl Usern als auch Suchmaschinen einen Mehrwert. Da Suchmaschinen die Inhalte der Bilder nicht auslesen können, sollten Bilder mit einem ALT-Attribut versehen werden, welches die Inhalte des Bildes beschreibt. Werden Bilder entsprechend optimiert, können sie außerdem in der Google Bilder-Suche erscheinen und somit zusätzlichen Traffic für die Seite generieren.

8. Zu lange Ladezeiten

Die Ladezeit eines Webshops ist ein wichtiger Rankingfaktor und Conversionrate-Booster. Braucht eine Webseite zu lange, um Inhalte zu laden, wirkt sich dies negativ auf die Conversion aus.
Eine der Ursachen für lange Ladezeiten ist die unsaubere Programmierung des Webshops und die Verwendung von Javascript und Flash-Elementen. Es sollte zudem vermieden werden, Fotos in hochauflösenden Formaten, wie z.B. PSD-Dateien, einzubinden. Dazu sollte man auch immer darauf achten, die Fotos gleich in der richtigen Größe zu hinterlegen, so dass sie der Browser beim Laden nicht erst in die gewünschte Größe umwandeln muss.

9. Fehlen von User-Generated Content und Social Media-Einbindung

Wenn Kundenbewertungen nicht aufgefangen werden, geht nutzbringendes Feedback für das Geschäft verloren. Hilfreich sind Kundenbewertungen außerdem, um eigene Kompetenzen zu verbessern. Die Bewertungen stellen nicht nur kostenlosen, einzigartigen Content dar, sondern helfen überdies, Vertrauen bei potentiellen Neukunden aufzubauen.

Ein weiterer Vorteil von User-Generated Content ist, dass permanent neuer Content auf den Seiten geschaffen wird.

10. Fehlende 404-Fehlerseiten

Das korrekte Ausliefern einer 404-Fehlerseite ist wichtig, damit Suchmaschinen und User erkennen, dass es sich um eine fehlerhafte bzw. nicht existierende URL handelt. Es besteht die Gefahr, dass falsche URLs verlinkt und geshared werden, wenn User nicht explizit darauf hingewiesen werden, dass der Server eine Fehlerseite ausliefert.

Wenn euch noch weitere Onpage-Fehler im eCommerce einfallen oder ihr Tipps und Anregungen zur Verbesserung von Online-Shops habt, freuen wir uns auf eure Kommentare!

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